Wandel eines jungen Baudenkmals

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Ein Foto-Essay mit Bildern von Roland Bernath und Lucas Peters. Es vermittelt Eindrücke der umfassenden Revitalisierung des Oerlikon One und zeigt, wie ein bedeutendes Bauwerk der Nachkriegsmoderne für eine zeitgemässe Nutzung weiterentwickelt wurde.

Das neu renovierte Hochhaus Oerlikon One ragt 85 Meter über den Bahnhof Oerlikon hinaus. Die Lage bietet beste Anbindungsmöglichkeiten an das Zürcher Stadtzentrum und den Flughafen Zürich.
Text: Christine Marie Halter-Oppelt
Fotos: Roland Bernath, Lucas Peters
19. Ausgabe / 2026

Das Hotel International in Oerlikon war bei seiner Eröffnung 1972 eine kleine Sensation. Nicht nur, dass es das höchste Gebäude der Stadt Zürich war, es war auch nach dem Vorbild internationaler Hotelketten geplant und gebaut worden: Die chic ausgestattete Lobby beherbergte zwei Bankfilialen, einen Kiosk, eine Autovermietung und ein Swissair-Reisebüro. In einer Ladenstrasse konnten sich die Gäste frisieren und einkleiden lassen. Für das kulinarische Wohl sorgten mehrere Bars und Restaurants. Die Lage war günstig, denn der 85 Meter hohe, markante Betonturm steht ziemlich genau in der Mitte zwischen Stadtzentrum und Flughafen direkt am Bahnhof Oerlikon. Doch was in der Entstehungszeit ein Plus war, wurde nach der Jahrtausendwende zum Minuspunkt. Der Reiz der Agglomeration war verflogen, die Belegungszahlen sanken Jahr für Jahr, und mit Corona kam 2020 der Konkurs. Die Eigentümerschaft, ein Fonds der Credit Suisse, heute der UBS, musste sich die Frage stellen, wie es weitergehen sollte. Man entschied sich für die Revitalisierung und beauftragte die Halter AG mit den Umbauarbeiten. Diese wurden im Sommer 2025 abgeschlossen.

Heute ist mit dem «Mama Shelter» auf den ersten zwölf Etagen wieder ein junges Boutiquehotel eingezogen, das dem zentralen Standort neues Leben einhaucht. Darüber, in den Stockwerken 13 bis 27, werden 124 Mietwohnungen unter der Marke Oerlikon One angeboten. Drei verschiedene Ausbaustandards – Classic, Mezzanine, Penthouse – stehen zur Auswahl. Wer ganz oben einzieht, kann sich auf ein Triplex mit Dachterrasse und Panoramasicht freuen. Doch auch die kleineren Einheiten versprechen den Reiz des Besonderen, denn das gesamte Gebäude wurde bereits 2021 als «hervorragender Zeuge der Nachkriegsmoderne mit schweizweiter Ausstrahlung» unter kommunalen Denkmalschutz gestellt. Eine Trouvaille am Rande von Zürich, die einen Impuls für die Entwicklung Oerlikons auch südlich des Bahnhofs setzen könnte.

(Die Architekturreportage «Verjüngungskur mit Vorlauf» lässt sich hier oder in Komplex 2022 nachlesen.)

Die Wohneinheiten der Kategorie Penthouse sind bis zu 133 Quadratmeter gross. Auf Wunsch erbringt das Hotel Mama Shelter vielfältige Services für die Bewohner. Auch eine Mitgliedschaft im hauseigenen Gym wird angeboten.
Die offenen Küchen samt grosszügigem Essbereich liegen in jedem Penthouse auf der untersten Etage. Das Wohnzimmer mit Zugang zur Dachterrasse befindet sich in der Mitte. Auf der dritten Etage, unter der Krone des Hochhauses, sind die Schlafzimmer und Bäder untergebracht.
Auf den obersten Stockwerken des Hochhauses, dort, wo früher ein Hallenbad mit Sauna und Liegehalle untergebracht war, befinden sich nun dreigeschossige Wohnungen, sogenannte Penthouses. Sie verfügen als einzige Einheiten über eine rundum laufende Dachterrasse mit atemberaubendem Weitblick.
Unter dem Label Mezzanine werden kompakte, wohnlich ausgebaute 1- und 1,5- Zimmer-Lofts angeboten. Sie sind nur bis zu fünfzig Quadratmeter gross und bieten Küche, Bad und Schlafbereich auf zwei Ebenen.
Die Mieteinheiten Mezzanine befinden sich auf den Etagen 21 bis 23. Hier gibt es auch einen gemeinschaftlichen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinen und Trocknern. Die Wohnungen sind perfekt für Singles oder als Pied-à-terre in Zentrumsnähe.
Das Hochhaus Oerlikon One wurde 1972 als Grosshotel erbaut und von 2022 bis 2025 einer Komplettsanierung unterzogen. In die ersten zwölf Etagen ist im Sommer 2025 ein Mama-Shelter-Hotel eingezogen. Die junge französische Hotelkette legt viel Wert auf das Design und die Unterhaltung der Gäste.
Zum Hotel gehören eine originell eingerichtete Bar, ein Restaurant und das «Mama’s Garden», eine im Sommer bewirtschaftete Aussichtsterrasse, die über eine Wendeltreppe direkt mit dem Bahnhofplatz von Oerlikon verbunden ist.
In den Stockwerken darüber liegen insgesamt 178 frech und farbenfroh eingerichtete Gästezimmer.

MAMA SHELTER ist eine stark wachsende Lifestyle-Hotelkette, die zu Accor gehört, dem grössten Hospitality-Konzern Europas. Ursprünglich wurde die Marke von Serge Trigano und seinen beiden Söhnen Jérémie und Benjamin in Frankreich gegründet. Heute verfügt sie über 19 Häuser in Europa, dem Nahen Osten und Asien. Im Frühling 2026 kommen mit Los Angeles und Mexiko-Stadt zwei neue Destinationen hinzu.

«Mama Shelter» versteht sich als «urbaner Zufluchtsort» für ein überwiegend junges Publikum. Entsprechend bunt und unkonventionell sind Ausstattung und Design. Eine Besonderheit in Oerlikon ist «Mama’s Garden», eine bewirtschaftete Terrasse, die Teil des unter Denkmalschutz stehenden Betonbaus aus den 1970er-Jahren ist, in dem sich das Hotel befindet. mamashelter.com

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Zusammenfassung

  • Das ehemalige Hotel International in Zürich-Oerlikon wurde nach seinem Konkurs umfassend revitalisiert und 2025 als gemischt genutzte Immobilie wiedereröffnet.
  • In den unteren zwölf Geschossen betreibt Mama Shelter ein Boutiquehotel, darüber entstanden 124 Mietwohnungen mit drei unterschiedlichen Ausbaustandards.
  • Das denkmalgeschützte Hochhaus der Nachkriegsmoderne wurde sorgfältig transformiert und leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Quartiers südlich des Bahnhofs Oerlikon.

Diese Zusammenfassung wurde von GPT erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Geprüfte Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

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