Dekarbonisierung leicht gemacht

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Die Tend AG bietet als One-Stop-Shop energetische Gebäudesanierungen für Liegenschaften aller Art im Rahmen eines Gesamtleistervertrags an. Ein umfassend digitalisierter und standardisierter Vorbereitungs- und Umsetzungsprozess spart Zeit und Kosten. Für mehr Effizienz und Komfort.

Die Drohnenaufnahme der im Jahr 1996 erstellten Wohnanlage in Aesch zeigt die im Rahmen der energetischen Sanierung installierte Photovoltaikanlage auf den Dächern der drei Mehrfamilienhäuser. Die Erdsonden konnten in einem Feld untergebracht werden.
Text: Britta Vodicka
Fotos: Mike Suter
19. Ausgabe / 2026

Das Surren der Drohne zieht die neugierigen Blicke einer Mieterin auf sich. Die Drohne landet. Nach mehreren Kreisen hoch über der Liegenschaft sind die Bilder der Photovoltaikanlage auf den Giebeldächern im Kasten – rechtzeitig bevor die Sonne hinter dem Wettswiler Sunnenberg untergeht.

Die Wohnüberbauung, die erst vor Kurzem mit neuen Kollektoren ausgestattet wurde, liegt in Stallikon im Kanton Zürich und ist eines von zwei Pilotprojekten des Immobiliendienstleisters Tend, der es sich zum Ziel gesetzt hat, energetische Sanierungen im Rahmen eines Gesamtleistervertrags von unnötigem Ballast zu befreien und mit sorgfältig aufeinander abgestimmten Produkten zu standardisieren. Das Ergebnis ist ein innovativer Prozess, der eine hohe Qualität von Technologie und Handwerk bei gleichzeitiger Reduktion von Administration und Risiken bietet. Damit hat die Tend AG als Teil der Halter Gruppe ein neues Businessmodell geschaffen, das sich perfekt in das Selbstverständnis des Firmennetzwerks einfügt: das Bauwesen weg vom Gedanken «Jedes Haus ist ein Prototyp», hin zu mehr Effizienz, Standardisierung und Nachhaltigkeit zu führen.

Was Bauherrschaften von einer energetischen Sanierung erwarten, ist – kurz gesagt – die Erneuerung veralteter Haustechnik im Rahmen einer möglichst ökonomischen sowie umweltfreundlichen Umsetzung. Die Räume einer Liegenschaft sollen komfortabel temperiert, das Wasser warm, der Energiebezug wirtschaftlich und gleichzeitig umweltfreundlich sein. Relevant sind hier ein funktionierendes Produktekonzept, in dem Wärmepumpe, Wechselrichter, Elektroladestationen und Energiemanagementsystem miteinander kommunizieren. Dies lässt sich mit einer überschaubaren Anzahl von Standardschemen erreichen, die alle individuell zusammengestellt werden können – ähnlich dem Konfigurator auf der Website eines Automobilherstellers.

Wie Tend die Prozesse verschlankt, wird schon beim ersten Erfassen einer Liegenschaft deutlich. Mit einer 3D-Kamera, wie man sie seit Jahren in der Immobilienvermarktung verwendet, werden vor Ort Raumaufnahmen erstellt, anhand derer gemessen werden kann, ob der Platzbedarf für Installationen und Geräte genügt. Damit wird das wiederholte Anfahren von Planern und Monteuren vermieden. Auch gesammelte Daten aus bereits durchgeführten Massnahmen fliessen in die Ausführungsvorbereitung ein, was eine hohe Kostensicherheit garantiert. Gegenüber einer konventionellen Sanierung mit einer Ungenauigkeit von einem Viertel der geschätzten Investitionssumme können Kosten durch Tend bedeutend präziser budgetiert und beantragt werden.

Um die hohe Qualität, die von einem Gesamtleister erwartet wird, zu erreichen, ist es wichtig, vertrauensvolle Beziehungen zu versierten Handwerkern aufzubauen. «Wir arbeiten oft mit den gleichen Unternehmen zusammen und erzielen so eine hohe Zuverlässigkeit und eine maximale Effizienz in der Ausführung», erklärt Projektleiter Cyril Rhyn. Nach seiner Ausbildung zum Elektriker hat er sich auf den Bereich Energie und Gebäudetechnik spezialisiert.

In Stallikon im Kanton Zürich liess die Bauherrschaft zwei Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1996 energetisch sanieren. Die Giebeldächer wurden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, im Aussenbereich konnten zwei Erdsondenfelder mit je drei Erdsonden definiert werden. Eine Besonderheit hier war die Etappierung der Baustelleninstallation.

Frühe Kostensicherheit durch schlanke Prozesse

Bei den Mehrfamilienhäusern in Stallikon mit insgesamt 22 Wohnungen deutet heute nichts mehr auf die vor Kurzem beendete Baustelle hin. Aufgrund ihrer Mikrolage und freier Flächen für die Bohrungen wurden zwei Erdsondenfelder mit je drei Erdsonden definiert. Die Bohrtiefe betrug 280 Meter, die gesamte Erdsondenlänge beläuft sich auf rund 1,7 Kilometer. Von jeder Sonde führt eine Leitung das erdwarme Wasser-Glykol-Gemisch über einen Verteiler zur Wärmepumpe. Diese entzieht dem Gemisch mittels Strom Wärmeenergie, die sie dem Heizkreislauf des jeweiligen Hauses zuführt. Ein anderer Anteil der Wärme wird in den Wärmespeicher geleitet, wo er das Brauchwarmwasser – etwa zum Duschen – aufheizt.

Das Anheben der Erdwärme auf die Vorlauftemperatur stellt die erstpriorisierte Nutzung der durch Photovoltaik gewonnenen Energie dar. In zweiter Priorität folgt die Stromnutzung für Haushaltsgeräte. Damit alle Mieter im gleichen Mass von der Sonnenenergie profitieren können, wird der selbst produzierte Strom direkt in einen «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch» (ZEV) überführt. Was übrig bleibt, gelangt in das Netz des Stromversorgers, und die Vergütung kommt der Eigentümerschaft zugute. So werden die Investitionskosten der Photovoltaikanlage bei der Liegenschaft in Stallikon innerhalb von zwölf Jahren amortisiert – bei einer Lebensdauer von 30 bis 35 Jahren. Bemerkenswert ist die Senkung der CO₂-Emissionen von 85 bis 90 Prozent.

Beim zweiten Pilotprojekt in Aesch handelt es sich um eine Liegenschaft mit 21 Wohnungen, verteilt auf drei Mehrfamilienhäuser. Hier konnten alle Erdwärmesonden in einem Feld untergebracht und an eine Heizzentrale und zwei Unterstationen angeschlossen werden. Unterschiedlich bei den beiden Projekten waren die Auswirkungen auf die Umgebung: Während in Aesch Terrainanpassungen, Neupflanzungen und eine Parkplatzneuanlage notwendig waren, stand in Stallikon die Etappierung der Baustelleninstallation im Vordergrund.

Bei beiden energetischen Sanierungen profitierte die Bauherrschaft von einem standardisierten Prozess, einem bewährten Konzept und optimal aufeinander abgestimmten Systemen. Marc Bätschmann, ETH-Ingenieur und Leiter der Energie- und Nachhaltigkeitsberatung bei Tend, ist der Kopf hinter der visionären Dienstleistung. Er setzt sich bereits seit über zehn Jahren intensiv mit der Dekarbonisierung des Gebäudeparks auseinander und ist sich sicher:

«Die für die Zukunft so dringend notwendige technische Um- und Aufrüstung von Immobilien lässt sich sinnvoll nur als Gesamtleistung im Markt etablieren. Mit unserem Konzept ‹Alles aus einer Hand› bieten wir unseren Kunden endlich einen qualitativ hochstehenden, wirkungsvollen und kostensicheren Ansatz.»
Marc Bätschmann, ETH-Ingenieur und Leiter der Energie- und Nachhaltigkeitsberatung bei Tend

Zum Gesamtpaket gehört auch das Monitoring der neuen Anlage. In der Regel dauert es ein Jahr, bis die Technik auf einen effizienten und zuverlässigen Betrieb eingependelt ist. Erst dann zeigt sich, ob die Einstellungen passen. Falls nicht, werden sie mit wenigen Klicks im Dashboard korrigiert. Die Betriebsüberwachung unterstützt die kosteneffiziente Nutzung des Systems und trägt ganz wesentlich zur schnelleren Amortisation der Anlage und ihrer Nachhaltigkeit bei.

So dienen die Drohnenaufnahmen, die in Stallikon von einem Team der Tend AG erstellt wurden, nicht nur der sorgfältigen Dokumentation. Sie fliessen auch in den Datenpool der Sanierungsspezialisten ein und helfen dabei, zukünftige Projekte fortlaufend zu verbessern.

Im Technikraum stehen links die beiden Wärmepumpen zur Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser. Rechts ist der Speicher für das Warmwasser zu sehen.
Der Wechselrichter der PV-Anlage wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um, damit der produzierte Strom im Gebäude verwendet werden kann. Der Überschuss wird ins Netz eingespeist.
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Zusammenfassung

  • Mit einem standardisierten Gesamtleistermodell vereinfacht die Tend AG energetische Gebäudesanierungen und verbindet Planung, Umsetzung und Betrieb zu einem effizienten Prozess.
  • Digitale Erfassung, bewährte Systemlösungen und optimal abgestimmte Gebäudetechnik schaffen hohe Kostensicherheit, verkürzen die Umsetzung und reduzieren den administrativen Aufwand.
  • Die Pilotprojekte in Stallikon und Aesch zeigen, wie Wärmepumpen, Erdsonden und Photovoltaik den CO₂-Ausstoss um bis zu 90 Prozent senken und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.

Diese Zusammenfassung wurde von GPT erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Geprüfte Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

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