Vom Analogen ins Digitale
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Mit dem Raumkonzept «Circular Spaces» präsentiert die Integral design-build AG als Gesamtleister für den Innenausbau in ihrem neuen Showroom im Futurama in Lupfig zirkuläre, multimodale Arbeitswelten. Standardisierte Elemente ermöglichen eine flexible und schnelle Umnutzung von Räumen, ressourcenschonend und wirtschaftlich zugleich.
Beim Betreten des Showrooms für «Circular Spaces» öffnet sich eine grosszügige Bürofläche mit luftigem Industriecharakter. Das unkonventionelle Raumkonzept ist von reduzierten Oberflächen und bewusst sichtbaren Bestandsstrukturen geprägt. Natürliche Materialien und Farbtöne in Kombination mit Holz, Pflanzen und Textilien bilden einen wohnlichen Kontrast und vermitteln eine ruhige, einladende Atmosphäre. Für die in der Transformation begriffene Gewerbe- und Büroliegenschaft Futurama im Industriegebiet der wachsenden Aargauer Gemeinde Lupfig suchte die Eigentümerin Halter AG ein attraktives, anpassungsfähiges und kostengünstiges Innenraumkonzept. Voll ausgebaute und möblierte Büroflächen mit hoher Aufenthaltsqualität sollen Mieter an den neuen Standort für Innovation und Zusammenarbeit locken. Diese Herausforderung nahm die Integral design-build AG, Gesamtleister für den Innenausbau innerhalb der Halter Gruppe, an. Ein auf Arbeitswelten spezialisiertes Team entwickelte bereits seit Längerem ein flexibles Raumkonzept mit dem Leitmotiv der Zirkularität, das im Futurama nun erstmals realisiert wurde, unter Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens von unter 700 Franken pro Quadratmeter. Zwei Ende letzten Jahres fertiggestellte Geschosse im Futurama werden nun als Co-Working-Flächen für Start-ups angeboten und sollen so die Vermietung der weiteren Etagen beschleunigen.
Zwei Grundprinzipien prägen das Konzept Circular Spaces: Zirkularität und multimodale Nutzung. Ersteres zeigt sich in der Wiederverwendbarkeit und Rezyklierbarkeit möglichst hochwertiger Materialien und Verbindungen. Letzteres erlaubt es, Räume mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit neu zu konfigurieren und damit den wechselnden Bedürfnissen der Nutzer anzupassen. So wird aus einem Fokusraum ein Büro, oder ein Sitzungszimmer verwandelt sich in eine Gemeinschaftszone.
Die räumliche Flexibilität wird durch eine bewusst reduzierte Auswahl an modularen Elementen erreicht, die je nach Flächenbedarf und Nutzung auf einem vordefinierten Raster zu verschiedenen Raumsituationen kombiniert werden können. Für die Circular Wall stehen drei Wandtypen mit unterschiedlichen Paneelen aus Holz, Glas oder Acrylglas sowie ein Türelement zur Auswahl. Basierend auf handelsüblichen Produktionsmassen wurde für die einzelnen Wandelemente ein Standardmass definiert, das ohne Verschnitt produziert werden kann. Diese Elemente können beliebig kombiniert werden. Ergänzt werden sie durch individuelle Passstücke, die die Differenzen zu den Gebäuderastern unterschiedlicher Liegenschaften ausgleichen. Die Raffinesse des Systems liegt in der sorgfältigen Detaillierung: So werden etwa die Verschraubungen zwischen den beiden Aussenplatten der Dreischichtkonstruktion einer Circular Wall zur Vermeidung des Halleffekts nach der Positionierung wieder entfernt.
Die Beleuchtung sowie die elektrische Erschliessung der Räume erfolgen hauptsächlich über Schienensysteme an der Decke. Je nach Bedarf gibt es eine Grundbeleuchtung, Spots oder ergänzende Strahler für Events. Auch die Steckdosenwürfel auf den Arbeitstischen beziehen ihren Strom aus diesen Schienen. Dadurch lässt sich ein kostspieliger Doppelboden mit Bodendosen vermeiden. Der Zugang zu den gemieteten Co-Working-Räumen erfolgt schlüssellos via Code oder App auf Bluetooth-Basis.
Wo die Arbeitstätigkeiten es zulassen, können Vorhänge statt Wänden genutzt werden. Diese sorgen für eine angenehme Akustik und eine warme Atmosphäre in den Gemeinschaftszonen. Das Mobiliar stammt grösstenteils von Vitra Circle und folgt ebenfalls dem zirkulären Ansatz. Auch Pflanzen sind integraler Bestandteil und pragmatisches Detail des Konzepts: Statt schwerer Pflanzentöpfe kommen rollbare Postboxen zum Einsatz, die sich je nach Raumkonfiguration und Vorliebe der Nutzer flexibel positionieren lassen.
Im Zentrum jeder Gemeinschaftsfläche verbindet eine Treppe die beiden Geschosse miteinander. Auch hier ging es nicht um Perfektion, sondern vielmehr um Zirkularität und Einfachheit: Die Treppenstufen wurden 3D-gedruckt und können wieder eingeschmolzen werden. Sie liegen auf einem abbaubaren Baugerüst, das den industriellen Charakter weiterschreibt.
Die skizzierten Lösungen sind das Resultat einer klaren gestalterischen Haltung: Weniger ist mehr. «Unsere erste Frage war: Was brauchen wir wirklich? Um eine Antwort zu erhalten, müssen alte Denkmuster durchbrochen werden», erklärt Stefanie Wandiger, kreative Leiterin hinter dem visionären Konzept. Seit etwa zwanzig Jahren entwickelt sie Arbeitswelten und kennt die Herausforderungen klassischer Innenausbauten: umfangreich und bis ins letzte Detail ausgestattete Räume, ausgelegt auf eine jahrzehntelange Nutzungsdauer und somit beim Umbau nicht nur kostspielig, sondern oft mit erheblichem Abfall verbunden.
Circular Spaces von Integral design-build wurden im Futurama erstmals eingebaut und treffen genau den Nerv der Zeit. Arbeitswelten befinden sich im Wandel: Ständige Veränderungen in Organisationsstrukturen und Arbeitsprozessen sowie wirtschaftliche Unsicherheiten erfordern Räume, die flexibel nutzbar sind. Gleichzeitig stellen Renovationen hohe Kosten und einen grossen organisatorischen Aufwand dar, während die Anforderungen an die Nachhaltigkeit steigen.
Parallel zu diesem Trend bewegt sich der Büromarkt hin zu kleineren Mietflächen, kürzeren Vertragslaufzeiten und einem attraktiven Grundausbau als Vermietungsanreiz. Für Eigentümer leer stehender Gebäude eröffnet Circular Spaces die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Innenausbaus auch für kurzfristige Mietverhältnisse. Mieter wiederum profitieren von der Wandlungsfähigkeit der Räume und können ihr Büro auch an einen neuen Standort mitnehmen. Die Lagerung und die Bewirtschaftung des Materialbestands anhand von Material- und Produktdatenbanken machen das «Umbauen» gut plan- und kalkulierbar.
Nach dem gleichen Prinzip steht für Integral design-build nun ein Innenausbau auf ungefähr 3600 Quadratmetern in Basel an. Zusätzlich sind hier noch der Einbau einer Lüftung und Verbesserungen der Raumakustik nötig. Die Einsatzmöglichkeiten von Circular Spaces sind vielfältig, und die beiden bisher entwickelten Ausstattungspakete, sogenannte Kollektionen, markieren erst den Anfang. Doch schon jetzt eröffnet ein Besuch im Futurama in Lupfig neue Perspektiven auf zukunftsfähige Arbeitswelten und regt dazu an, Büroflächen im Spannungsfeld von Nutzerbedürfnissen sowie ökologischen und ökonomischen Anforderungen neu zu denken.
INTEGRAL DESIGN-BUILD wurde 2020 als Gesamtleister für Innenausbauten gegründet. Das Unternehmen der Halter Gruppe plant und realisiert inspirierende Innenräume für Arbeitswelten, Freizeitnutzungen, das Gesundheitswesen und den Verkauf, stets unter Kosten-, Qualitäts- und Termingarantien. Mit Circular Spaces entwickelte die Integral design-build AG das innovative zirkuläre und zugleich flexible Ausbaukonzept für Büroflächen, das 2025 im Futurama in Lupfig erstmals im grossen Massstab umgesetzt wurde. integralag.ch
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«Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.»